Samstag, 4. Oktober 2014

Episode 30 - I Gotta Feeling (whooooho)

Toast oder Müsli? Rock oder Hose? Bus oder Auto ...?
Sobald  wir uns allmorgendlich aus dem Bett rollen, stehen wir vor einer Vielzahl von Fragen und Entscheidungen. Die meisten sind schnell getroffen, so stellt sich mir niemals die Frage, ob ich nicht lieber den Bus zur Arbeit nehmen sollte und da ich meistens weder Toast noch Müsli zuhause hab ist auch diese Entscheidung meist schnell getroffen.
Andere Entscheidungen, wie zum Beispiel die Wahl des richtigen Outfits, überlassen wir oft unserem Gefühl und entscheiden aus dem Bauch heraus. Selbst wenn ein gewisser Dresscode am Arbeitsplatz herrscht, so gibt es auch hier Tage, an denen die Farben etwas kräftiger, die Schuhe ein wenig höher und der Ausschnitt nur ein wenig tiefer ist als an anderen Tagen, einfach weil einem morgens danach war. Über den Tag geht es dann weiter mit den vielen Entscheidungen, Einschätzungen und Weggabelungen und nicht selten ist es unser Bauch, der dabei die ganze Arbeit tut.
Sei es die Wahl des nächsten Urlaubsortes, die Einschätzung einer uns fremden Person oder die Entscheidung für oder gegen einen neuen Job – schlussendlich siegt meist das Bauchgefühl über den Verstand. Ich persönlich bin ein Fan vom Bauchgefühl, denn meistens liege ich damit gar nicht so falsch. Das Bauchgefühl ist aber nicht allein. Da gibt es noch die Vorahnung. Das Wort Vorahnung ist leider etwas negativ belegt und nimmt damit in der Wortfamilie eher die Position der bösen Stiefmutter ein. Wer eine Vorahnung hat, ist irgendwie seltsam. Eine Vorahnung ist etwas magisches, unheimliches, nicht greifbares und beziehen sich meist auf etwas Unschönes. Oft wird vermutet, dass das Bauchgefühl bei Frauen stärker ausgeprägt ist als bei Männern, aber das kann ich nur schwer glauben. Was wir Frauen aber zweifelsohne haben, ist die große Schwester des Bauchgefühls, die weibliche Intuition. Wir erahnen wie etwas ausgeht und wir können einen Menschen einschätzen ohne ihn näher zu kennen. Soweit die Parallelen, aber einen gravierenden Unterschied gibt es: bei der weiblichen Intuition geht es meist um Männer, so meine Erfahrung. Ich habe davon eine ganze Menge abbekommen und es ist, wie bei vielem Freud und Leid zugleich. Mir wurde das erst letztens wieder bewusst, als ich an Niko dachte. Natürlich haben wir beide schon viel erlebt aber dennoch... formt sich die weibliche Intuition nur durch Erfahrungen und Beobachtungen oder ist es eine Gabe, die man in die Wiege gelegt bekommt? Und wenn das so ist, warum nutzen wir sie nicht mehr für uns, als nur traurig zu realisieren, dass unser Verstand mal wieder gegen unseren Bauch verloren hat. Immer wieder beobachte ich, wie Frauen, mich eingeschlossen, aus ihrer Intuition heraus komisch gegenüber ihrem Mann reagieren. Es scheint eine Gabe zu sein, die viele Frauen haben, aber trotz allem nicht richtig zu nutzen wissen. Es ist ein wenig so, als hätte man ein wunderschönes, voll funktionsfähiges Fahrrad im Keller, wüsste aber nicht wie man damit fährt. Es sollte eine Gebrauchsanweisung dazu geben... oder wenigstens ein youtube Tutorial „Weibliche Intuition richtig angewendet“ wie können wir Ladys aus einem enttäuschten „ich wusste es“ ein „ich habs gewusst und habs verhindert“ machen?Vielleicht müssen wir uns gegenseitig unterrichten. Ich glaube wir Mädels haben gemeinsam eine große Kraft und können aus unserer Gabe einen Vorteil ziehen. Vielleicht müssen wir uns mehr austauschen und uns mehr ausprobieren. Genug „Übungsmaterial“ gibt es in dieser Stadt ohne Frage...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen